Realtalk – Der Jahresrückblick 2018 auf den SALES PITCH Blog

DennyVeröffentlicht von

Willkommen zum Jahresrückblick des SALES PITCH Blogs 2018!

In diesem Beitrag werde ich das vergangene Jahr Revue passieren lassen und dabei auf folgende Aspekte eingehen:

  • Highlights meiner Artikel und Podcasts aus dem Jahr 2018
  • Meine persönliche Entwicklung
  • Statistiken zum Blog
  • Projekte in der Zukunft (2 wichtige Ankündigungen)

Klares Ziel zu Jahresbeginn

Vor Jahresbeginn stand für mich fest, dass 2018 eine Art make-it-or-break-it Jahr für den Blog werden würde. Dass der Blog danach aufgelöst werden könnte, spielte zu diesem Zeitpunkt das erste Mal eine Rolle in meinen Gedanken.

Rückblick: Anfang 2015 wurde der Blog gelauncht und es folgten in den kommenden zwei Jahren stetig neue Artikel, Podcasts und Interviews zu den Themen Verkaufen und Vertrieb. Das Thema vereinnahmte mich und ich bin froh, dass ich diese Reise, meine ersten Schritte im Vertrieb, hier dokumentiert habe.

Auch heute höre ich immer nochmal gerne in die Podcast-Episoden von Tuesdays with Bradley rein. Sie erinnern mich daran, warum es für lange Zeit kein wichtigeres Thema für mich gab, als die Kunst des Verkaufens zu lernen.

2017 war, was den Kapital- und Vermögensaufbau angeht, sicherlich mein erfolgreichstes Jahr. Meine Vollzeitstelle in Berlin wurde, bedingt durch mein erlerntes Verkaufswissen, gut vergütet. Hinzu kam, dass ich meine erste Immobilie gekauft habe und viel Zeit dafür aufwenden musste. Aber nicht nur deshalb, sondern auch weil mir die Motivation abhanden gekommen war neue Beiträge zu verfassen, gab es 2017 insgesamt 0 neue Beiträge auf dem Blog.

Wo sollte die Reise hingehen? War SALES PITCH ein klassischer Verkaufs- und Vertriebsblog? Wenn ja, wie passten meine persönlichen Erfahrungen, wie zum Beispiel der Kauf meiner ersten Immobilie, in das Gesamtbild hinein?

Ich hatte das Gefühl, dass dem Blog das klare Profil fehlte. Persönlicher Blog oder ein spezialisiertes Projekt mit Potenzial zur Monetarisierung? Und war beides haben zu wollen ein Widerspruch?

Ich fand keine klare Antwort darauf. Aber ich beschloss wieder neue Inhalte zu veröffentlichen in der Hoffnung, dass die Zeit mir den richtigen Weg aufzeigen wird.

So kam es, dass ich zu Beginn des Jahres 2018 beschloss, meine persönlichen Vertriebserfahrungen in Form von Podcasts zu verarbeiten. Dabei kam folgendes heraus:

Nicht viel, aber ein Anfang. Parallel dazu schrieb ich auch ausführlich über mein erstes Jahr als Immobilieneigentümer und meine ersten Erfahrungen beim investieren in P2P-Kredite:


Ein beruflicher Einschnitt mit unvorhersehbaren Konsequenzen

Der 24. April 2018 ist sicherlich der schwierigste Tag des letzten Jahres für mich gewesen. Völlig überraschend und unvorhergesehen, kündigte mir mein Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis aufgrund von aus der Luft gegriffenen und nicht-belegbaren Anschuldigen. Oder wie es in der fristlosen Kündigung hieß, aus „verhaltensbedingten Gründen“.

Ich verstand die Welt nicht mehr. Bis dato hatte ich dem Unternehmen in 18. Monaten einen Umsatz von 750.000 Euro erwirtschaftet, machte Überstunden und verstand mich mit dem Großteil der über 100 Mitarbeiter außerordentlich gut. Ich ließ mir nichts zu Schulden kommen.

Doch den Personen im Management, mit denen ich nie so richtig warm werden konnte, waren viele „gut dotierte“ Verträge der Vertriebsangestellten ein Dorn im Auge. Dem Großteil wurde nicht nur ein neuer Arbeitsvertrag zu schlechteren Provisionszahlungen vorgelegt, sondern auch die Pistole auf die Brust gesetzt, wollte man im Unternehmen weiter beschäftigt sein. Manche gingen freiwillig, andere schluckten die bittere Finanz-Pille.

Auch bei mir stand die Weiterbeschäftigung auf der Kippe. Mein auf das erste Beschäftigungsjahr befristeter Vertrag lief aus und erst nach mehreren Wochen konnten wir uns auf eine für beide Seite akzeptable Lösung einigen.

Das Gefühl, dass man für seine Arbeit nicht mehr wertgeschätzt wurde, vergrößerte sich tagtäglich und ging über den neuen Vertrag hinaus. Zum Schluss war es keine schöne Arbeitsatmosphäre mehr, an dessen Ende eine Anschuldigung eines Kollegen als Vorwand benutzt wurde, um mich zu kündigen.

Dass das Unternehmen damit nicht durchkommen würde, war dem Management sicherlich bewusst. Selbst der Richter beim Arbeitsgericht konnte über den Verlauf der Kündigung nur den Kopf schütteln und so gab es als versöhnlichen Abschluss zumindest noch ein nettes Abfindungspaket.

Was bleibt nach so einem Erlebnis? Mund abputzen und weitermachen?

Ja und nein. Wer sowas einmal mitmachen musste, der wird schnell seine Prioritäten und Perspektiven im Leben hinterfragen.

Es machte mir deutlich, dass ich bei aller Liebe die ich für den Vertrieb empfinde, als Arbeitnehmer immer nur ein kleines Fähnchen im Wind bleiben werde. Als abhängiger Angestellter, dessen Zukunft nicht selbstbestimmt, sondern durch die Ideen und Launen seiner Arbeitgeber vorgegeben wird.

Für mich ist bei dieser Kündigung ein Teller zu Bruch gegangen. Diesen kann man zwar reparieren, doch man wird die Einrisse für immer sehen und die Fragilität wird den Teller bis an sein Lebensende begleiten.


Investieren lernen und finanzielle Unabhängigkeit

Danach begann eine Phase der Neuorientierung für mich. Das Thema „Finanzielle Unabhängigkeit“ schwirrte schon eine ganze Weile in meinem Kopf. Nicht zuletzt, seitdem ich selbst Immobilieneigentümer bin und mir dadurch, neben den Investitionen in P2P-Kredite, ein passives Einkommen aus meinen Kapitalerträgen aufgebaut hatte.

Während meiner Zeit als Angestellter, war dieses Thema aber immer untergeordnet. Ich baute primär Eigenkapital auf, ohne wirkliche Ahnung vom richtigen investieren zu haben. Nachdem im Sommer die Affäre mit der Kündigung ausgestanden war, kümmerte ich mich darum, wie ich mein Geld am besten anlegen könnte. Im Fokus stand dabei ein Ansatz mit Cashflow-Orientierung (Income-Investor), um langfristig von den Dividenden-, Zins- und Mieteinnahmen leben zu können.

So kam es, dass ich mich das erste Mal etwas genauer mit der Börse und den Aktienmärkten beschäftigte. Folglich drehten sich auch die Artikel und Podcasts vermehrt um dieses Thema.

Ich durfte viel lernen und das Thema begeistert mich nach wie vor. Ebenfalls stark engagiert bin ich beim Thema P2P-Kredite, wozu es im zweiten Halbjahr ebenfalls viele lesens- und hörenswerte Beiträge gab. Unter anderem eine Reisebericht aus Tallinn, bei dem ich die P2P-Plattformen Bondora und EstateGuru näher kennenlernen durfte:


Statistiken zum SALES PITCH Blog 2018

Insgesamt gab es 10.936 Seitenaufrufe für den Blog. Sieht nicht nach viel aus, ist es auch nicht. Dennoch möchte ich mich bei jedem einzelnen Leser dafür bedanken, dass er sich die Zeit genommen hat sich meine Beiträge durchzulesen oder anzuhören!

65 Prozent der Blog-Besucher kamen über Google (Organic Search), was sich auch in den beliebtesten Blog-Artikeln 2018 wiederspiegelt. Die Top 5 sind:

  1. Meine erste Immobilie: Teil 2 – Eine Frage des Erbrechts: Schenkungsvertrag oder Kaufvertrag mit 1.252 Aufrufen. Durchschnittlich 100 Aufrufe im Monat. Der Artikel scheint einen Nerv zu treffen, weshalb ich das Thema nochmal aufgearbeitet und als e-Book auf Amazon veröffentlicht habe. Wer will, der greift für 2,99 Euro zu und unterstützt damit meinen Blog.
  2. 6. Wege, wie Verkäufer das Kundeninteresse in der Einleitung gewinnen können mit 627 Aufrufen, also nur halb so viele, wie der Spitzenreiter.
  3. Warum ich 10.000 € Fremdkapital in P2P-Kredite investiert habe mit 509 Aufrufen. Es ist der einzige Top 5 Beitrag in 2018, der auch in diesem Jahr geschrieben wurde.
  4. „Schon gewusst,…“ – 10. Impulse aus dem Buch „Reicher als die Geissens“ von Alex Düsseldorf Fischer mit 471 Aufrufen.
  5. Meine erste Immobilie: Teil 1 – Vermögensaufbau als privater Immobilieninvestor mit 366 Aufrufen.

Nur 3 der 10 am häufigsten gelesenen / gehörten Beiträge auf dem Blog wurden 2018 veröffentlicht.

Das spricht einerseits für ein gut aufgebautes Ranking (SEO) bei Google und gegen eine immer noch kleine Community an Lesern des Blogs.

Die Gründe sehe ich zum einen darin, dass es 2017 keine neuen Artikel auf dem Blog gab und somit Stammleser den Blog vergessen haben. Andererseits ist auch viel dem Umstand geschuldet, dass Leser meiner Verkaufs- und Vertriebsinhalte sich nicht für Finanzthemen interessieren und die Identifikation darüber hinaus mit mir als Person zu gering ist, um weiterhin auch die neuen Texte zu lesen.

Wenn man so will, baue ich mir dadurch eine neue Klientel an Lesern auf.

Infos zu neuen Artikeln via E-Mail heraus, sprangen immer mehr Leser von der Liste ab. Parallel dazu, gab es im Vergleich weniger neue Anmeldungen, da auch die Freebies sich nur mit Verkaufsthemen beschäftigen.

Interessant fand ich die YouTube Erfahrung dieses Jahr. Aus dem nichts kamen Klicks und Abonnenten. Obwohl selbst Konsument der Video-Inhalte, habe ich dessen Bedeutung für den Blog doch etwas unterschätzt. Aktuell sind es 15 Abonnenten und ein paar Videos weisen dreistellige Klick-Zahlen auf. Hier geht’s zu meinem SALES PICTH YouTube-Kanal.

Mein Account bei SoundCloud ist ebenfalls ein bisschen gewachsen. Wer mich dort suchen will, findet mich >hier<.


Zwei wichtige Ankündigungen für Projekte in 2019

Wie soll es in Zukunft weitergehen? Am Anfang dieses Artikels habe ich bereits geschrieben, dass es ein make-it-or-break-it Jahr für den Blog sein würde. In gewisser Weise ist mein Bild jetzt etwas klarer vom Blog, wobei es immer noch keine definitive Entscheidung gibt.

Der Blog ist mein Blog. Das soll und wird er auch bleiben. Deshalb wird er nicht abgemeldet, selbst, wenn es längere Zeit mal wieder nichts zu lesen oder hören gibt. Mir wurde deutlich, dass ich vorerst keine Vision für den Blog habe, der sich mit einer Monetarisierung vereinbaren lässt. Die Themen sind zu vielfältig und spiegeln eher den Kosmos meiner persönlichen Interessen wieder. Eine Art digitales Tagebuch. Nicht mehr und nicht weniger.

Da meine Ansprüche sich aber etwas verändern, auch, weil ich versuchen möchte mich noch unabhängiger zu machen, kann ich den Blog nicht mehr mit der selben (zeitlichen) Intensität verfolgen, wie ich es letztes Jahr getan habe. Daher wird es auf dem Blog sicherlich etwas ruhiger werden.

Aber was sind meine Interessen?

Der Vertrieb und das Verkaufen an Geschäftskunden wird immer dazugehören. Dafür habe ich diesen Blog. Was sich an den Beiträgen 2018 aber herauskristallisiert hat, ist das Interesse für Finanzthemen. Lange standen bei mir verschiedene Modelle im Raum. Sollte es ein allgemein gehaltener Finanzblog mit diversen Themen sein oder ein finanzspezifischer Blog.

Nach einigem Überlegen kam ich zum Entschluss, dass ich einen neuen Blog launche, der sich mit authentischen Erfahrungsberichten und tiefgründigem Hintergrundwissen zu P2P-Krediten beschäftigen soll. Hier geht es zu meinem neuen Projekt re:think P2P-Kredite >> https://rethink-p2p.de/.

Die zweite Ankündigung steht im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Blog. Mein erstes richtiges Buch wird ebenfalls 2019 zum Thema P2P-Kredite veröffentlicht! Ein Titel steht noch nicht fest, das Buch ist mit 40.000 Wörtern aber mehr oder weniger schon geschrieben. Ende März werde ich nochmals ins Baltikum reisen, um noch weitere Recherchen vor Ort zu betreiben und dem Buch somit noch mehr Substanz zu geben.

Weitere Projekte möchte ich an dieser Stelle noch nicht publik machen.


Abschließend möchte ich mich bei allen Lesern bedanken, die sich immer wieder die Zeit nehmen, um sich meine neuen geistigen Ergüsse durchzulesen und anzuhören. Nur alleine für mich, hätte ich diesen Blog niemals so weit gebracht. Ihr habt ihn getragen!

Danke auch an alle, die mich auf den Social Media Kanälen verfolgen und mich dort mit ihrem Feedback unterstützen. Auch über die direkten Nachrichten und Kommentare habe ich mich immer gefreut. Danke auch an Alex, Christian und Lars für die unterhaltsamen und informativen Podcasts dieses Jahr.

Ich wünsche allen ein erfolgreiches Jahr 2019 und hoffe, dass Ihr euren Träumen und Wünschen ein Stück näher kommen werdet.

So long,

Denny

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