Wie Du Ziele setzt & auch erreichst – am Beispiel Immobilien

DennyVeröffentlicht von

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Florian Roski schreibt in seinem Buch „Das 1×1 des Immobilienmillionärs“:

„Ich selbst glaube nicht, dass Geld glücklich macht. Aber ich glaube daran, dass zu wenig Geld ein Maß an Abhängigkeit und Zwängen mit sich bringt, die oftmals unglücklich machen können. Finanziell frei zu sein, bedeutet Kontrolle über das eigene Leben zu haben, mehr Optionen zu haben, um mit Lebenswidrigkeiten komfortabler umgehen zu können und damit weniger fremdbestimmt zu sein; Unabhängigkeit eben.“

Hätte ich nur zwei Sätze verwenden dürfen, um meine Motivation für Immobilieninvestments und dem Streben nach finanzieller Unabhängigkeit zum Ausdruck zu bringen, sie hätten sich wohl nicht sehr stark vom obigen Zitat unterschieden.

In diesem Beitrag meiner Serie „Meine erste Immobilie“ soll es ein bisschen mehr darum gehen, was meine innersten Beweggründe sind in Immobilien zu investieren, was mich antreibt und motiviert, welche Ziele ich damit verfolge und wie auch Du dich im Dschungel der tausenden Zielerreichungstipps zurechtfindest.

Ich werde versuchen recht praktisch und pragmatisch meine Sichtweisen zu erläutern, wie man sich Ziele setzt und diese auch erreicht. Alles anhand des Beispiels meiner Immobilienziele.

 

Wie man Ziele festlegt und erreicht

Von außen betrachtet ist das Thema Ziele setzen, Ziele formulieren, Ziele festlegen, Ziele erreichen, Ziele umsetzen etc., ziemlich überfrachtet an „Tschaka, du schaffst das“-Gurus mit aufgepumptem Marketingstrategien.

Mit Claims wie „Weiter, immer weiter“ von Oliver Kahn oder „Think Big or Go Home“ von Martin Limbeck, werden zwar grundsätzliche Motivationsschübe gegeben, dahinter steht für mich aber häufig nur eine Philosophie des „Gib niemals auf“. Dagegen ist erstmal nichts einzuwenden. Die richtige Motivation auf dem Weg zum Ziel ist ein wesentlicher Bestandteil des Erreichens von Zielen. Doch für mich ist das Thema damit zu eindimensional abgebildet.

Wenn es für mich um Ziele geht, dann hat das viel mehr mit Selbstreflexion zu tun und einem sich von innen heraus entwickelndem Anspruchsdenken für Pläne in der Zukunft. Wer bin ich? Wo stehe ich aktuell? Wo möchte ich hin? Diese Fragen regen zum nachdenken an und lösen im besten Fall einen Prozess des aktiven Handelns aus.

Doch sich selbst und seinen Status-Quo zu hinterfragen ist unbequem. Sich selbst auch einzugestehen, dass man den falschen Zielen, oder aber den richtigen Zielen aus den falschen Gründen gefolgt ist, kann weh tun. Denn dadurch gestehen wir uns ein, dass wir einem Irrglauben aufgesessen haben. Dass wir eine falsche Idee oder eine falsche Motivation besessen haben. Dadurch entsteht, dass wir ein Stück unserer eigenen Identität aufgeben und uns plötzlich neu positionieren müssen.

„Wofür stehst Du?“, fragen uns die anderen Personen sinnbildlich und versuchen die Antwort in unseren Ansichten, unserem Musikgeschmack, Klamotten und Tattoos zu finden. Drei von vier Dingen sind Oberflächlichkeiten.

Als Konsequenz werden wir dazu genötigt – genährt vom deutschen Schubladendenken – uns selbst zu stereotypisieren und diese Wahrheit für uns anzunehmen, nur um irgendeiner gesellschaftlichen Rolle oder Norm zu entsprechen.

 

Das Problem mit auferlegten Zielen

Für diesen Punkt habe ich mich von dem Immobilien-Investor Alex Fischer inspirieren lassen. Er hat nämlich vollkommen recht wenn er meint, dass das Problem bei Zielen in der Begriffsdefinition des Wortes liegt.

Während es im englischen Sprachgebrauch eine Vielzahl von Möglichkeiten für das Wort Ziel gibt, steht im deutschen häufig nur ein Wort gegenüber: Nämlich Das Ziel.

Die Herausforderung bei Diskussionen rund um das Thema Ziel, besteht in der Abgrenzung der einzelnen Ziele. Denn Ziel ist nicht gleich Ziel, wie im nachfolgenden erläutert.

Um dem Konzept einen Namen zu geben, nennen wir es Vision Statement. Keine Ahnung ob es das in der Form schon gibt. Ihr könnt es aber auch beliebig anders nennen. Blue Print passt sicher auch ganz gut dazu.

Unser Vision Statement ist in drei Stufen unterteilt:

1.Goal (Das Hauptziel welches erreicht werden soll)

2.Purpose (Die Gründe, warum man dieses Ziel erreichen will)

3.Tagets (Die Definierung von Etappen und Teilzielen auf dem Weg zum „Goal“)

 

1.Goal (Das Hauptziel welches erreicht werden soll)

In Bezug auf meine Immobilieninvestments lautet mein übergeordnetes Ziel so:

Ein passives Einkommen durch Cashflow-Immobilien generieren und ausbauen, sodass finanzielle Unabhängigkeit erreicht wird.

Klingt auf den ersten Blick vielleicht etwas unspektakulär, doch die wirklich wichtigen Punkte folgen erst noch. Zunächst ein paar Anmerkungen zur Formulierung des Goals:

Wie finde ich mein persönliches Goal?

Es gibt viele Tipps und Tricks, wie man sein persönliches Ziel findet. Einer der immer wieder auftaucht und der auch für mich am stärksten wirkt, ist die Visualisierung.

Für die Visualisierung ist Kreativität und Reflexionsvermögen gleichermaßen gefragt.

Wo stehe ich aktuell? Bin ich zufrieden mit meinem aktuellen Leben (beruflich / privat / gesundheitlich)? Führe ich das Leben, das ich mir immer gewünscht habe? Wenn ich die Möglichkeit dazu hätte,würde ich mein Leben in einem Bereich verändern oder anpassen wollen?

Die Antworten auf diese Fragen deuten bereits auf mögliche Ziele hin.

Wer kein offenkundiges Ziel hat, der kann diese aus der Visualisierung ableiten. Die Kraft der Gedanken zeigt Dir vielleicht ein Bild auf, welches Deine Prioritäten in der Zukunft verdeutlicht, die Du aber bereits heute anstrebst.

Das Ziel finanziell frei und unabhängig zu sein scheint in diesem Zusammenhang nicht sehr kreativ zu sein. Das muss es auch nicht. Deine Ziele (plural!) können sich in alle vorstellbaren Richtungen entwickeln und genauso vielfältig sein. Wie zum Beispiel ein Buch zu veröffentlichen oder mit dem Fußballteam in der Kreisoberliga die Meisterschaft zu gewinnen, um nur zwei meiner weiteren Ziele zu nennen.

Nimm Dir einen Stift und schreibe ein paar Ziele auf und visualisiere dabei mögliche Wege dorthin. Wenn Du aus nebulösen Ideen konkrete Sätze bildest, beschäftigst Du deinen Geist und musst somit intensiver nachdenken. Getreu dem Motto: „Denke nach und werde reich“ von Napoleon Hill.

 

Sollte mein Goal eine Endlichkeit, beziehungsweise eine Frist besitzen?

Ja, in der Regel schon. Denn ist die Ziellinie erstmal überquert, dann hast Du es geschafft. Eine Mission setzt deshalb voraus, dass diese auch zeitlich definiert wird.

Die Formulierung von Fristen muss aber nicht zwingend in das Goal mit aufgenommen werden, sondern wird in den Targets (Stufe 3), durch die Etappen definiert.

 

Sollte mein Goal monetär sein?

Es ist das gleiche Prinzip wie bei den Fristen. Natürlich wirkt ein formuliertes Ziel a la „Ich will Millionär werden“ attraktiv, was dahintersteht ist allerdings der Wunsch reich und finanziell frei zu sein.

Die genauen Zahlen die ich für mich definiere, ob Einhunderttausend, eine Million oder Billion, wird in den Etappen definiert.

 

2.Purpose (Die Gründe, warum man dieses Ziel erreichen will)

Jetzt wird es spannend. Denn jetzt geht es um die große Frage des „Warum?“

Im Leben Ziele zu besitzen ist erstrebenswert. Doch noch viel wichtiger als das Ziel selber, ist die Frage nach der Motivation die hinter dem Ziel steht. Das Warum.

Wenn Du nicht weißt warum Du dieses oder jenes Ziel erreichen willst, warum solltest Du dann bei Schwierigkeiten daran festhalten?

Die intrinsische Motivation ist der Motor unseres Antriebs.

Ohne ein starkes warum, hat kein ambitioniertes Ziel eine lange Halbwertszeit.

Einer der wohl besten Ted-Talks aller Zeiten befasst sich genau mit diesem Thema: Start with Why von Simon Sinek

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Robert Kiyosaki sagt in seinem Buch Rich Dad Poor Dad:

„ Die Antwort nach der Motivation ist eine Mischung aus emotional tief verwurzelten Wünschen und Abneigungen.“

Ähnlich dem Verkauf, bei dem es darum geht dem Kunden dabei zu helfen aus dem Status Quo auszubrechen, besteht der Drang nach Veränderung immer aus einer Weg-von und einer Hin-zu Motivation. Wenn beide Faktoren zusammenkommen, erst dann ist die Basis für Veränderungen gelegt.

Was bringt mir ein Ziel und ein großer Antrieb dafür, wenn ich mit meinem Status Quo mehr oder weniger auch zufrieden bin? Werde ich dann die Ambitionen entwickeln mich zu verändern?

Deshalb finde ich die Position kurz vor der Pleite zu stehen nicht negativ. Diese Situation ist durchaus eine gute Grundlage für Veränderungen, weil aus einer Unzufriedenheit heraus der Drang und die Motivation nach Veränderung erwachsen – wie der Wunsch, reich und unabhängig zu sein.

Wer satt ist, hat einen deutlich geringeren Antrieb seine alten Gewohnheiten zu überwinden.

Mein Warum in Wünschen und Abneigungen:

→ „Ich will…(Wünsche)

  • … von Cashflow-Immobilien und Mieteinnahmen meinen Lebensunterhalt bestreiten und dadurch sorgenfrei meine zukünftige Familie versorgen können.“

  • … das finanzielle Fundament für meine Kinder und deren Entwicklung legen (Reisen, Ausbildung, Freizeit etc.).“

  • … ein selbstbestimmtes Leben führen mit freier Zeiteinteilung für meine Familie und andere Projekte.“

  • … mit meiner Frau auf Reisen gehen, die Welt erkunden, neue Dinge erlernen und meine eigenen Interessen verfolgen.“

  • … , dass das Geld für mich arbeitet, nicht umgekehrt“

 

→ „Ich will nicht… (Abneigung)

  • … mein ganzes Leben lang hart für mein Geld arbeiten gehen müssen, um dann vom Staat eine Rente in Höhe der Sozialhilfe zu bekommen.“

  • … die Ziele und Träume von meinen Arbeitgebern verfolgen, sondern meinen eigenen Weg gehen.“

  • … in Abhängigkeit von dritten Parteien stehen, sondern ein unbeschwertes und finanziell sorgenfreies Leben führen“

  • … das meine Familie Abstriche aufgrund mangelnder Finanzen machen muss!“

  • … die Entwicklung meiner Kinder verpassen, sondern diese bei jedem neuen Abenteuer begleiten.“

  • … fremdbestimmt, in Abhängigkeit und in Angst leben!“

 

3.Tagets (Die Definierung von Etappen und Teilzielen auf dem Weg zum „Goal“)

Die letzte Stufe definiere ich als Targets. Was dahintersteht, ist die Auflistung von konkreten Teilzielen im Rahmen von Etappen.

Hier werden konkrete zeitliche Abschnitt und ggf. auch monetäre Ziele definiert.

Je nach Größe und Umfang des Ziels definiert es sich eine entsprechende Zeitspanne. Je näher der zeitliche Fokus am Jetzt ist, desto genauer sollten die Unteretappen erläutert sein.

Ich bin aktuell 27 Jahre alt. Meine zeitlichen und monetären Etappen gliedern sich bis zum Beginn des 30., des 40. und des 50. Lebensjahrs.

Konkret:

  • Passives Einkommen von 400 € / Monat bis zum 30.Lebensjahr

  • 2.000 € / Monat mit Beginn des 40.Lebensjahres

  • 5.000 € / Monat positiver Cashflow bis zu Beginn des 50.Lebensjahres

Um diese Etappen zu erreichen, kann ich im Immobilinkontext mein Vorhaben nun weiter herunterbrechen. Wenn ich einen monatlichen Chashlow von 400 € pro Monat erreichen will, auf wieviele Wohneinheiten soll sich das verteilen? Wie viel Eigenkapital benötige ich für die Akquise der Immobilien? Welche Rendite sollen die Immobilien bereits jetzt haben und welches Wertsteigerungspotenzial habe ich langfristig?

Da ich mich erst seit ca. einem Jahr mit Immobilien als Kapitalanlage befasse, lassen sich viele kalkulatorische Sachverhalte (Wie viele Immobilien / Wohneinheiten / Cashflow / Wertsteigerung etc.) noch schwer vorhersagen.

Daher gilt mein Umsetzungsplan, welchen ich erst im Juni aufgesetzt habe, zunächst nur bis zum Ende des Jahres 2016. Ich fasse die wesentlichen Aspekte kurz zusammen:

Der erste Punkt ist: Geld und Zeit in Immobilienwissen investieren

Da ich mich „gefühlt“ immer noch am Anfang des Immobilien-Themas befinde, gilt es zunächst ein wirtschaftliches Immobilien Know-How aufzubauen und ein solides Fundament für Immobilieninvestments zu erstellen. Dazu gehört u.a. das Lesen von Fachbüchern, das Besuchen von Seminaren und Kongressen, sowie das Recherchieren von Blogs und Online-Foren.

Der zweite Punkt lautet: Netzwerk aufbauen!

Mit Netzwerk aufbauen meine ich das Umfeld so zu gestalten, dass Investments in Immobilien unterstützt und gefördert werden. Dazu gehört das direkte Umfeld von anderen Immobilien-Investoren, eine gute Reputation bei Kapitalgebern (primär Banken) aufzubauen, sowie zu Maklern, Hausverwaltern, Rechtsanwälten, Steuerberatern, Bausachverständigen etc.

Der dritte Aspekt: Kapitalfluss optimieren / erhöhen

Um im Spiel der Immobilien mitspielen zu können, benötigt man sehr viel Kreativität und oder ein gut gefüttertes Bankkonto. Durch meine im letzten dreiviertel Jahr ausgeübte freiberufliche Tätigkeit, sah die Bank, trotz Stemmung des Eigenkapitals für ein Wohnprojekt, keine Basis für einen Darlehenskredit.

Rückblickend muss ich sagen: Schwein gehabt! Denn sonst wäre der Deal mit dem Grundstück meiner Oma wohl geplatzt. Dennoch ist es wichtig, die Basis für ein nachhaltiges und stabiles finanzielles Fundament zu legen. Sei es, dass man Geld spart, mehr verdient oder klug investiert.

Fazit:

Ich empfinde das Streben nach einem größeren Maß an Selbstbestimmtheit und finanzieller Freiheit als ein lohnendes Ziel im Leben.

Doch wenn Du andere Ziele hast, ist das genauso in Ordnung. Das Glück kann nur der finden, der bei sich selbst ist und seinen eigenen Weg kennt.

Danke, dass Du den Text bis hierhin aufmerksam gelesen hast. Die wichtigste Lektion folgt aber jetzt:

Freiheit, Selbstbestimmtheit und Erfolg sind Holschulden, keine Bringschulden!

Also, wenn Dich der Text inspiriert hat, komme von der Diskussionsebene auf die Handlungsebene. Werde aktiv und erstelle Dein persönliches Vision Statement!

Welches Ziel ist für Dich erstrebenswert?

Warum willst Du genau dieses Ziel erreichen?

Wie kannst Du dieses Ziel in Einzeletappen untergliedern und detailliert umsetzen?

Ich bin sicher, Du schaffst das.

Viel Erfolg!

Dein Denny

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