Die 5. besten Anekdoten aus „Rich Dad Poor Dad“

DennyVeröffentlicht von

Anekdoten Rich Dad Poor Dad

 

#1: Geld machen

„Nun, mein Sohn“, fing er langsam an, „wenn du reich werden willst, musst du lernen, Geld zu machen.“

So lautete die Antwort an den neunjährigen Robert Kiyosaki, den späteren Autor des Buches Rich Dad Poor Dad, als dieser seinen Vater fragte, wie er reich werden würde.

Mehr wusste Roberts leiblicher Vater (in dem Buch als „armer Vater“ beschrieben) nicht zu erzählen. Also schloss sich Robert mit seinem besten Freund Mike zusammen (dessen Vater als „reicher Vater“ bezeichnet wird) und beide überlegten, wie sie zu Geld kommen können.

Nachdem eine Idee gefunden war, gingen die beiden die nächsten Wochen immer wieder durch die Nachbarschaft und sammelten verbrauchte Zahnpastatuben von den Nachbarn ein.

Der Vater von Robert staunte nicht schlecht, als eines Tages zwei Neunjährige in seiner Einfahrt standen, welche an einem langen Tisch mit kleinen Milchkartons und der Schule und einem heißen Grill voller Kohle operierten.

Auf den Kohlen befand sich ein Stahltopf mit den schmelzenden Bleituben (damals gab es noch keine Plastiktuben). Sobald die Farbe heruntergebrannt war, kamen die Tuben in einen kleinen Topf und wurden eingeschmolzen. Anschließend wurde das Blei durch ein kleines Loch in die Milchkartons gefüllt. Diese wiederum waren auf bestimmte Weise mit Gips gefüllt und dienten als Gießform.

Nachdem die Form gelöst worden war, enthüllte sich der geniale Plan.

„Oh mein Gott!“, sagte mein Vater. „Ihr gießt Fünf-Cent-Münzen aus Blei.“

„Genau“, sagte Mike, „wir tun, was Sie uns empfohlen haben. Wir machen Geld.“

 

#2: McDonald’s

Der Gründer von McDonald’s, Ray Kroc, wurde 1974 gebeten, vor den Studenten des MBA-Studiengangs der Universität von Texas in Austin zu sprechen. Nachdem die Vorlesung beendet war, ging Kroc auf Einladung einiger Studenten noch auf ein Bier mit in die Kneipe.

Dort fragte er die Studenten: „In welcher Branche bin ich eurer Meinung nach tätig?“

Die Studenten mussten anfangen zu lachen, bis schließlich jemand sagte: „Aber Ray, die ganze Welt weiß, dass Sie Hamburger verkaufen.“

Seine Antwort darauf war: „Ladies and Gentlemen, ich verkaufe keine Hamburger. Ich bin in der Immobilienbranche.“

Daraufhin nahm sich der Gründer von McDonald’s viel Zeit um seinen Standpunkt zu erläutern.

„Ray wusste, dass nach dem Geschäftsplan das oberste Ziel war, Hamburgerfranchises zu verkaufen, aber er verlor die Lage jedes Franchiserestaurants nicht aus den Augen. Er wusste, dass die Immobilien und ihr Standort die wichtigsten Faktoren für den Erfolg jedes Franchiserestaurants waren.“

Heute ist McDonald’s, noch vor der Katholischen Kirche, der weltweit größte Immobilienbesitzer.

 

#3: Robin Hood und die Geschichte der Steuern

Dem Lehrer von Robert gefiel die Geschichte des Robin Hood. Jemandem, der die Reichen bestahl und den Armen gab. Doch für Roberts reichen Vater galt Robin Hood nicht als Held. Er nannte ihn einen Gauner.

Denn der Grund für die starke Besteuerung ist in dem Ideal von Robin Hood zu suchen.

„Die nackte Wahrheit ist, dass die Reichen kaum besteuert werden. Es ist die Mittelschicht, ganz besonders die gebildete und besser verdienende Mittelschicht, die für die Armen zahlt.“

Roberts reicher Vater erklärte ihm daraufhin den Ursprung der Steuern. Lange Zeit gab es in England oder den USA nämlich gar keine Steuern. Gelegentlich wurden befristete Steuern erhoben, um Kriege zu finanzieren.

Der König, bzw. der Präsident erklärten den Krieg und forderten jeden dazu auf, etwas beizusteuern. So wurden in Großbritannien zwischen 1799 und 1816 Steuern für den Krieg gegen Napoleon erhoben und in Amerika finanzierten Steuern von 1861-1865 den Bürgerkrieg.

„Sowohl in England als auch in den Vereinigten Staaten brauchte der Staat ungefähr fünfzig Jahre, um die Idee einer regelmäßigen Einkommenssteuern zu verbreiten.“

Denn erst 1874 wurde die Einkommenssteuer in England zu einer ständigen Abgabe für die Bürger und erst 1913 wurde eine Einkommenssteuer in den Vereinigten Staaten eingeführt.

Soweit die Historie. Doch was in beiden Fällen außer acht gelassen wird, ist, dass die Steuern in beiden Ländern ursprünglich von den Reichen eingezogen worden sind.

„Man habe die Idee der Steuern populär gemacht und die Unterstützung der breiten Masse dafür gewonnen, indem man den Armen und der Mittelschicht erklärte, dass die Steuern nur eingeführt würden, um die Reichen zu bestrafen. Deshalb stimmte das Volk dem Gesetz zu und es wurde in die Verfassung aufgenommen. Obwohl die Steuern als Strafe für die Reichen beabsichtigt waren, bestraft das System letztendlich gerade die Menschen, die dafür gestimmt hatten, nämlich die Armen und die Mittelschicht.“

Daher war die Einführung der Steuern nur möglich, weil die breite Masse an die Wirtschaftstheorie glaubte, die sich am Denken von Robin Hood orientiert, nach dem man von den Reichen nehmen und es allen anderen geben sollte.

 

#4: Der Erfinder des Telefons

Kennt Ihr Alexander Graham Bell?

Dieser junge Mann war der Erfinder des Telefons. Nachdem dieser sich seine Erfindung hatte patentieren lassen, bekam er allerdings wachsende Probleme damit, die Nachfrage nach seinem Produkt zu verarbeiten.

Also entschloss er sich zu Western Union zu gehen, um zu fragen, ob diese sein kleines Unternehmen, inkl. des Patents kaufen würden. Der Gesamtpreis betrug 100.000 Dollar.

Doch der Präsident der Western Union äußerte sich abschätzig und lehnte das Angebot ab, da er den geforderten Preis für lächerlich hielt.

Der Rest ist Geschichte. Eine Multimilliarden-Dollar-Industrie entstand und AT&T wurde geboren.

 

#5: Bestseller

Die letzte Anekdote gehört zu meinen Lieblingsgeschichten im Buch. Weil diese aufzeigt, dass die meisten Menschen nur ein Fähigkeit vom großen Reichtum entfernt sind.

Es geht dabei um ein Interview, welches Robert 1995 einer Zeitung aus Singapur gab. Die junge Reporterin und er saßen in einer Lobby und unterhielten sich. Die Reporterin meinte, dass sie eines Tages auch Bestseller wie Robert Kiyosaki schreiben wolle.

Auf die Frage, was ihren Traum verhindere meinte Sie, dass ihre Arbeit nicht recht vorangehe. Ihre Geschichten sind ausgezeichnet, jedoch passierte in der Vergangenheit nicht viel an Angeboten. Deshalb bleibe sie lieber bei der Zeitung, um so zumindest ihre Rechnungen zu bezahlen.

Robert bot ihr an, dass einer seiner Freunde in Singapur eine Schule leite, auf der Menschen das Verkaufen lernen können.

Die junge Dame, die einen Master in englischer Literaturwissenschaft besitzt, reagierte ungehalten auf das Angebot. Für Sie war Verkäufer zu sein so etwas wie die unterste Kaste: „Ich hasse Verkäufer, die sind doch nur hinter dem Geld her.“

Hier nun, wie es im Buch weitergeht:

Auf dem Beistelltisch lag einer meiner früheren Bestseller. Ich griff nach dem Buch und nach ihren Notizen.

„Sehen Sie das?“, fragte ich und deutete auf ihre Notizen.

Sie warf einen Blick darauf. „Was meinen Sie?“, fragte sie verwirrt.

Ich deutete noch einmal bewusst auf ihre Aufzeichnungen. Auf ihrem Block stand geschrieben „Robert Kiyosaki, Bestseller-Autor“.

„Da steht Bestseller, nicht Bestwriter!“

Überragend, oder?

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