„Schon gewusst,…“ – 10. Impulse aus dem Buch „Reicher als die Geissens“ von Alex Düsseldorf Fischer

DennyVeröffentlicht von

1: .. warum Geld und Erfolg nicht glücklich macht?

(Aus Teil 1, Kapitel 2: Macht Geld (wirklich) glücklich?)

Nachdem Michael Schumacher in Monza seinen 51.Grand-Prix-Sieg einfuhr, hatte er damit mehr Rennen gewonnen als Alain Prost und Ayrton Senna. Auf die Frage eines Reporters wie sich das anfühle, brach Schumacher in einen Heulkrampf aus.

1978 war Reinhold Messner der erste Mensch, der ohne Sauerstoffversorgung den Mount Everest bestieg. Doch anstatt auf der Spitze des Berges von Glückshormonen überschüttet zu sein, berichtete er später in einem Interview, dass er auf den letzten Metern nichts außer einer inneren Leere spürte und in eine depressive Stimmung verfiel.

Ungewöhnliche Reaktion, oder? Warum verfallen Spitzensportler bei bedeutenden Erfolgen in ein Loch?

Auch für den Normalbürger scheint ein materieller Zugewinn nur ein befristetes Glücksgefühl freizusetzen. Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen die belegen, dass sich Lottomillionäre ca. drei Monate nach Gewinnauszahlung wieder genauso glücklich oder unglücklich fühlen wie vorher.

Außerdem gibt es Studien aus den USA die aufzeigen, dass das Glücksempfinden bis zu einem monatlichen Nettobetrag von 5.000 Euro steigt. Danach gibt es keine Korrelation mehr zwischen Einkommen und Glücklichsein.

Die Ursache fand Alex Fischer bei einer Beobachtung seines Nachbarsjungen, der in der Winterzeit einen Schneemann baute, nur um diesen nach Errichtung innerhalb weniger Sekunden voller Freude wieder zu zerstören. Danach baute er voller Freude in Iglu.

Für ihr war die Essenz daraus:

„Es war nicht der Besitz und das Verwalten von etwas, es war der kreative Entstehungsprozess, der die Befriedigung und die Freude machte“

Darauf greift auch die Schlussfolgerung, weshalb Messner und Schumacher so unglücklich waren. Indem diese ihre Ziele erreichten, zerstörten sie sich ihr eigenes Spiel. Fehlt dann ein neuer Impuls, bzw. ein neues Ziel, kann es von da an nur noch nach unten gehen.

Grundregeln für das Glücklichsein fasst Fischer folgendermaßen zusammen:

  1. Glücklichsein entsteht durch einen kreativen, extrovertierten Prozess (Bauen von Schneemännern, Erschaffen einer wertvollen Sache etc.)
  2. Ohne das man an seiner Umwelt interessiert ist, gibt es kein Glücklichsein
  3. Steigendes Einkommen macht nur insoweit glücklich, als es die Hindernisse beseitigt, die einen in den Grundbedürfnissen einschränken
  4. Je wertvoller jemandem seine eigenen Beiträge an die Umgebung erscheinen, desto höher das Glücklichsein.
  5. Je mehr jemand für seine Umgebung beiträgt und ihr hilft, desto höher ist die persönliche Befriedigung daraus.
  6. Ohne eine herausfordernde Zielsetzung scheint kein Glücklichsein möglich zu sein. Die größten Glücksgefühle gibt es beim Erreichen von Zwischenetappen auf dem Weg zum herausfordernden Ziel.
  7. Ist das herausfordernde Ziel erreicht und kein neues in Sicht, äußert sich das in Unglücklichsein. Game over.
  8. Im Falle eines „Game over“ muss schleunigst eine neue lohnende und herausfordernde Zielsetzung her. Sonst droht der „Stimmungsblues“ wegen totaler Ziel- und Sinnlosigkeit.

2: .. warum Millionäre meistens nicht durch den Wunsch finanzieller Freiheit reich werden?

(Aus Teil 1, Kapitel 9: Kenne Dein Warum)

Einer der spannendsten Studien im Buch.

Vor ca. 40 Jahren gab es in den USA eine Studie mit 1.500 High Potentials (College-Abgänger mit einem sehr hohen IQ und anderen überdurchschnittlichen Voraussetzungen). Über 20 Jahre hinweg wurden diese Personen begleitet und halbjährlich interviewt, um deren Entwicklung zu beobachten.

[youtube height=“HEIGHT“ width=“WIDTH“]https://www.youtube.com/watch?v=cHgH9NW9Aes[/youtube]

 

„90% der Teilnehmer hatten dabei das Ziel, finanziell frei zu werden und Wohlstand zu erlangen. Die restlichen 10% dagegen waren nicht an Geld interessiert, sondern wollten einfach eine Idee verwirklichen, die sie hatten.“

Nach 20 Jahren wurde dann u.a. geschaut, wer von den High Potentials Millionär geworden war.

Tatsächlich schafften es 10% der Teilnehmer (150) auch Millionäre zu werden. Doch wie hat sich die Gruppe aufgeteilt?

Tatsächlich schaffte es nur einer (!) aus der Gruppe, die finanziell unabhängig werden wollten, jedoch 149 Personen aus der Gruppe, die von einer Vision und einer Idee angetrieben waren.


3: .. wie das Bankwesen entstanden ist?

(Aus Teil 1, Kapitel 10: Was ist Geld und warum haben die meisten keines?)

Wie wir im Buch lernen, sind die ersten Banken aus Goldschmieden entstanden.

„Goldschmiede produzierten wertvolle Gegenstände aus Gold. Doch irgendwann wurde die Nachfrage der Bürger wach, ob der Goldschmied diesen Ring nicht lieber bei sich sicher verwahren könnte. Dafür bekam man dann eine Quittung, die man jederzeit einlösen konnte. Es war nämlich viel sicherer, mit einem kleinen Stück Papier zu reisen, als mit einer Truhe voll Gold.

Und irgendwann begannen die Leute, direkt mit den Quittungen zu bezahlen, die man beim Goldschmied einlösen konnte. Als die Goldschmiede dann Banker wurden, stellten sie auf einmal fest, dass nie alle Leute ihre Goldschätze gleichzeitig einlösen wollten. Daraus entstand dann die Idee, Gutscheine auf Wertgegenstände auszugeben, die schon einmal quittiert wurden. Also mehr als ein Gutschein für ein und denselben Wertgegenstand.

Das ganze taten sie in der Hoffnung, dass nicht alle Leute gleichzeitig einlösen würden. Diese Gutscheine wurden dann gegen Zinsen ausgegeben, und so entstand das Kreditwesen. Sprich, der Goldschmied wie der Banker verleiht Geld, das eigentlich nicht seines ist, in der Hoffnung, es wieder mit Zinsen zurückzubekommen.“


4: .. was man vom chinesischem Bambus lernen kann?

(Aus Teil 1, Kapitel 12: Über Zeitverschwendung, Geduld und unnötigen Stress)

Schon mal vom dem chinesischem Riesenbambus Dendrocalamus giganteus gehört?

Man benutze diese Bambus-Art früher als Folterinstrument. Auf einem spitz zugeschnittenen Bambus wurden Menschen fest angebunden. Innerhalb weniger Stunden waren diese danach vom Bambus durchbohrt.

Wo liegt jetzt der tiefere Sinn?

In den ersten drei Jahren wächst diese Bambus-Art selten mehr als ein Millimeter pro Jahr, nur um dann im vierten Jahr mit einem Wachstum von bis zu 70 cm pro Tag (!) zuzulegen. Während der ersten drei Jahre hat diese Bambus-Art ein unterirdisches Geflecht von 20 bis 30 Quadratmetern geschaffen.

Die Essenz für Alex Fischer lautet, dass Menschen ein Business langfristig ansehen sollten, Geduld beweisen und zunächst viel Zeit in die Wurzelbildung investieren müssen, bevor das exponentielle Wachstum folgen kann.


5: .. wie du in Zukunft charismatischer wirst?

(Aus Teil 1, Kapitel 18: Wenn Du dir das abgewöhnst, wirst Du unglaublich charismatisch)

Es gibt zwei Arten von Menschen. Auf der ersten Liste sollen alle Menschen aufgeschrieben werden, mit denen man persönlich gerne zusammen ist und mit denen man sich gerne unterhält. Auf der zweiten Liste sollen Personen erwähnt werden, die stets vermieden werden und mit denen man sich so wenig Kontakt wie möglich wünscht.

Danach sollen beide Listen anhand des Kommunikationsverhaltens analysiert werden

  • Gaben diese Personen ihren Senf dazu?
  • Bestätigen und respektieren sie meine Meinung?
  • Waren sie an meiner Sicht der Dinge interessiert?
  • Hatten sie für jedes Argument ein Gegenargument?
  • Mussten sie immer das letzte Wort haben?

 

Welche Aussagen und Eigenschaften treffen auf die Personen zu, mit denen man sich gerne unterhält, welche zu denen, die man versucht zu meiden?

Ein klasse Hinweis, um andere Leute – aber auch sich selbst – zukünftig beim sprechen und kommunizieren zu beobachten. Fazit: Sei der Gesprächspartner, den Du dir wünschen würdest.


6: .. wie man einen Geldmagneten baut?

(Aus Teil 1, Kapitel 20: Bauanleitung für einen Geldmagneten)

Die nachfolgende Methode stammt aus dem Buch „Der reichste Mann von Babylon“ und findet auch in „Rich Dad Poor Dad“ Anwendung. Weil die Methode aber sehr vielversprechend klingt und ich sie aktuell auch selber teste, sollte diese hier unbedingt Erwähnung finden.

So funktioniert der Geldmagnet:

„Nimm 10% aller Eingänge auf deinem Privatkonto (oder als Selbständiger/Unternehmer 10% der Deckungsbeiträge) und lege sie auf ein Sparkonto.“

Diese wird NIEMALS angefasst. Nicht mal 1 Cent davon. Denn dieses Sparkonto ist ab sofort Dein Geldmagnet. Was ist amerikanischen Finanzbüchern häufig als „Pay yourself first“ bezeichnet wird, bedeutet im Grunde, dass man nicht durch die Rücklagen reich werden soll, sondern auf diese Weise dafür sorgt, dass man immer mehr Geld anzieht. Daher auch (Geld-)Magnet.

Alex Fischer schreibt, wie er und ein Freund für eine zeitlang mit dem System ausgesetzt haben und sich hinterher herausstellte, dass genau in dieser Zeitspanne seine Erträge nach unten gingen. Daher empfielht er den Geldmagneten als eine Art elektromagnetischen Geldmagneten zu sehen, der seinen Strom aus dem Zufluss der regelmäßigen 10-%-Zuführung bezieht.

Da ich den Geldmagneten gerade selber für mich ausprobiere, bin ich gespannt auf die Zahlen in den nächsten Jahren.


7: .. worin die Problematik beim Setzen von Zielen liegt?

(Aus Teil 2, Kapitel 7: Ziele? Ziele setzen? Hör mir auf, da schlaf‘ ich ein…)

Das Problem bei Ratgebern zum Thema Zielerreichung besteht laut Alex Fischer darin, dass es im Deutschen nur ein Wort für ein „Ziel“ gibt und dieses lautet: Ziel!

Im englischen hingegen gibt es dafür verschiedene Begrifflichkeiten. Die wichtigsten dabei sind:

  1. Goal – das endfültige Ziel, das beim Erreichen ein „Game over“ hervorruft, zum Beispiel „Weltmeister werden“
  2. Purpose – (a) genauer definierte Unteretappen in Richtung auf Goal, aber auch (b) die Gründe, warum man etwas tut, also auch Werte, Motivation etc.
  3. Target – operatives Unterziel mit genauem Was?, Wie viel?, Bis wann?

Mit dieser Herangehensweise ist die Erreichung von Zielen deutlich strukturierter. Es wird anhand von der Bergbesteigung von Reinhold Messner nochmal schön die einzelnen Stufen, die Unterschiede, aber auch deren Abhängigkeit voneinander erklärt.


8: .. wie die Pareto-Regel in der Anwendung funktioniert?

(Aus Teil 2, Kapitel 9: Pareto in der Anwendung)

Das Pareto-Prinzip sollte den meisten Menschen bekannt sein.

Angenommen Du bist ein Bäcker mit 100 Kunden. Dann weißt Du, dass 20% der Kunden 80% des Umsatzes ausmachen, während 20% der Kunden 80% der Arbeit ausmachen.

Unterteil würde dass so aussehen, dass die Kunden zu 20% Good sind (machen 80% des Umsatzes aus), 20% Bad sind (machen 80% der Arbeit aus) und die Mitte die restlichen 60% sind. Wenn man nun den Anspruch hat seine Kundenanzahl zu verdoppeln, verdoppelt sich dadurch auch automatisch der Anteil der 20% Kunden, die 80% der Areit ausmachen.

Also schlägt Alex Fischer folgendes vor:

Man trennt sich bewusst von den 20% der Kunden (ist im Bäckerei-Beispiel etwas schwieriger), die 80% der Arbeit ausmachen. Die Mitte (60% der Kunden) soll automatisiert und oder delegiert werden. Es wird sich um diese Zielgruppe gekümmert, jedoch wird sie nicht aktiv beworben.

Die guten 20%, die 80% des Umsatzes ausmachen, sind Deine VIP’s. Um diese Zielgruppe kümmerst Du dich besonders intensiv. Finde heraus, was sie wirklich für Probleme haben, was ihre Schwachstellen sind, welche Bedürfnisse sie haben etc.

Wichtig ist, dass diese Anwendung nicht nur für Kunden funktioniert, sondern das man die oben beschriebene Skalierung auch auf andere Felder übertragen kann. Als Beispiele werden Aktivitäten, Ernährungsgewohnheiten, Sport, Freunde etc. genannt.


9: .. warum sich Dein Fortschritt durch das Scheitern definiert?

(Aus Teil 2, Kapitel 11: Der blinde Schwimmer)

Das Kapitel „Der blinde Schwimmer“ ist sehr lesenswert und umfangreich. Der für mich spannendste Abschnitt befasst sich damit, ab wann sich ein „Projekt“ lohnt und woran man erkennt, dass man sich auf dem richtigen Weg befindet.

Im Kern geht es um folgendes: Bei großen und neuen Projekten besteht die Herausforderung darin, dass man nicht sofort von 0 auf 100 durchstarten kann, sondern das man seine Zeit benötigt um Fortschritte zu erzielen und das Projekt zu „energetisieren“.

Zunächst versucht man in Bewegung zu kommen, man tastet sich heran und schaut, wie das ganze Projekt funktioniert.

Woran du erkennst, ob du Fortschritte machst?

„Du würdest Fortschritt daran erkennen, dass Deine Versuche, zum Ziel zu kommen, immer näher am Ziel scheitern. Immer wenn es um große Projekte geht, kannst Du diesen Teil beobachten. Es ist die Wurzelbildung, die man auf den ersten Blick nicht sieht, und das scheinbar andauernde ‚Scheitern kurz vor dem Ziel‘ ist kein schlechtes Zeichen, sondern ein gutes!“

Ergo lässt sich festhalten, dass Projekte nur lange genug energetisiert werden müssen, um dahin zu kommen, wo man es haben möchte (Ziel). Man muss also lange genug Energie hineinstecken, damit sich das gewünschte Endergebnis materialisiert.


10: .. was Guano (Vogelmist) mit Deinen Ressourcen zu tun hat?

(Aus Teil 3, Kapitel 6: Deine Ressourcenliste)

Was sind Ressourcen, bzw. was ist eine Ressourcenliste?

„Ressourcen sind ‚Rohmaterialien‘ bzw. die Wertgegenstände (Assets), die du besitzt. Beispiele für Ressourcen wären: Kontakte, Wissen, Vermögensgegenstände und Geld, Zugriff auf bestimmte Leute und Mitarbeiter, die bestimmte Fähigkeiten haben, Kontakte zu Meinungsführern etc.“

Die Problematik liegt laut Alex Fischer dabei, dass immaterielle Assets (Werte, die nicht in Form von Geld, Aktien, Immobilien etc. vorhanden sind) fast immer übersehen werden, in der Praxis jedoch oft unglaublich wertvoll sind.

Er illustriert das mit einem sehr eigenen Beispiel:

Auf diversen pazifischen Inseln leben seit Jahrtausenden Möwen, Pinguine und andere Vögel, die auf der Insel ihr „Geschäft“ verrichtet haben, sodass sich über die Jahrtausende eine bis zu 15 Meter hohe Kotschicht bildete.

Jedoch galt im Europa des 19. Jahrhunderts als „braunes Gold“, welches auf den europäischen Märkten astronomische Preise erzielte. Der Grund: Der Vogelmist hatte sich in Kombination mit Salzwasser und UV-Licht in einen effektiven und ökologischen „Kunstdünger“ verwandelt.

Für die einen war Guano nur Vogelmist, für andere ebnete sich durch dessen Handel die Tür zum Reichtum.

Dieses Beispiel war gedacht, um sich seiner Ressourcen bewusst zu werden.

Mit folgenden Schritten soll die Ressourcenliste erstellt werden:

  1. Zu folgenden Fragen soll einfach etwas aufgeschrieben werden, ohne groß darüber nachzudenken und oder geschriebenes zu bewerten:
  2. Wen kenne ich? Was macht er? Was kann er?
  3. Was kann ich?
  4. Was habe ich?
  5. Welche Kenntnisse habe ich?
  6. Welche Kenntnisse haben meine Kontakte?

Das Buch „Reicher als die Geissens“ von Alex Düsseldorf Fischer kannst Du >HIER< bestellen. Er „verschenkt“ die erste Auflage seines über 400 Seiten dicken Buches für einen Unkostenbeitrag von 6,95 € für Porto und Versand.

Aufgrund eines aktuellen Rechtsstreits bezüglich der Namensrechte die auf dem Buch erscheint, kann es sein, dass eure Version des Buches „Reicher als die XXXXXX“ heißen wird.

Auf seinem YouTube-Kanal findet Ihr viele Insights zum Immobilienbusiness. Persönlich aber finde ich die vielen Interviews auf anderen Portalen mit ihm mindestens genauso spannend.

Wer mehr über das Thema Immobilien herausfinden will, der kann sich auch seinen >Immobilien-Investor-Podcast< auf iTunes anhören.

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